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Über Homöopathie | Claudia Sievers, Frauenärztin und Homöopathin, klassische Homöopathie in München, Homöopathie bei Kinderwunsch |

 

 

 

Homeopathie
Über Klassische Homöopathie.
Sie fragen sich: Ein paar weiße Zuckerkügelchen sollen heilen, was starken Medikamenten über Jahre nicht gelungen ist? Was ist dran an dieser Heilmethode?
Der Begriff Homöopathie stammt aus dem Griechischen: homoion heisst ähnlich und pathos heisst das Leiden => ähnliches Leiden. Hinter diesem Prinzip der Ähnlichkeit verbirgt sich ein Heilgesetz, eine Art Code, mit dessen Hilfe die Zeichen der Krankheit gelesen werden und mit Hilfe einer auszuwählenden Arznei in Heilung umgesetzt werden können. Samuel Hahnemann entdeckte und formulierte es vor 200 Jahren als allgemein gültiges Heilgesetz:

„Similia similibus curentur“
„Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden“


"Eine so und so geartete Krankheit möge mit einer ebenso gearteten Arznei geheilt werden". Es handelt sich dabei um ein empirisches Gesetz, welches unabhängig von unserem Glauben daran wirkt – vergleichbar einem Naturgesetz wie dem Gesetz der Schwerkraft, welches auch bereits vor Isaac Newtons Formulierung existierte und wirkte.
Der grundsätzliche Unterschied zwischen der Schulmedizin, auch Allopathie (allos = anders, pathos = Leiden) genannt, und der Homöopathie besteht im unterschiedlichen Verschreibungsansatz:
Die allopathische Arznei wirkt in der Regel isoliert gegensätzlich zu einem bestimmten Krankheitssymptom. Bei Verstopfung verabreicht der Arzt ein Abführmittel, bei Durchfall ein Verstopfungsmittel, bei Bluthochdruck einen Blutdrucksenker und so fort.

Die homöopathische Arznei wird genau anders herum verschrieben. Bei Verstopfung verabreiche ich eine Arznei, die beim Gesunden (!) Verstopfung hervorrufen würde, beim an Verstopfung erkrankten aber eben diese heilt. Bei abendlicher Aufgekratztheit könnte Kaffee in homöopathischer Darreichung helfen.

In (fast*) jeder Substanz stecken Wirkstoffe, die beim gesunden Menschen Beschwerden oder Symptome auslösen - und bei Kranken mit genau diesen Symptomen den Heilungsprozess anstoßen.

Homöopathische Arzneien wirken wie Botenstoffe, die dem gesamten Körper das Signal und die nötigen Informationen zur Genesung geben. Sie selber verändern die Symptome nicht, das übernimmt dann die gestärkte Lebenskraft.

Die homöopathischen Arzneien werden gewonnen aus allem, was der Kosmos hergibt. Die meisten Arzneien kommen aus den drei Naturreichen: dem Mineralreich, dem Pflanzenreich und dem Tierreich. Unsere Informationen erhalten wir auf der Basis von Arzneimittelmittelprüfungen.

Homöopathische Arzneimittelprüfung:
Da das Ähnlichkeitsprinzip die wichtigste Säule der Klassischen Homöopathie ausmacht, müssen Informationen über die Wirksubstanzen gesammelt werden, um diese Substanzsymptome mit den Krankheitssymptomen abgleichen zu können. In der Homöopathie werden von Hahnemann bis heute Arzneimittelprüfungen durchgeführt, bei denen so genannte Prüfer die an sich selbst beobachteten Symptome nach Einnahme von bestimmten Mitteln aufzeichnen. Da viele in der Homöopathie als Ursubstanzen bezeichneten Stoffe giftig sind oder aufgrund ihrer Herkunft und Weiterverarbeitung gesundheitsschädlich sein können, werden deshalb entsprechend geringe Dosen der Ursubstanz oder Verdünnungen, manchmal auch sog. Hochpotenzen für die Prüfung verwendet. Samuel Hahnemann hat in den §§120-145 seines Organons alle Anforderungen an die Prüfung, die Prüfer und den Homöopathen dargelegt. Für die Prüfung nehmen die gesunden Prüfer in regelmäßigen Abständen über mehrere Tage bis Wochen das zu prüfende Mittel ein. Während dieser Zeit sollen sie sämtliche Veränderungen oder Störungen notieren, die sie an Körper, Geist, Befinden oder Stimmung wahrnehmen. Sie halten außerdem während dieser Zeit Kontakt zu einem betreuenden Homöopathen, der die ihm geschilderten Symptome ebenfalls notiert. Am Ende der Prüfung werden die Notizen von den Prüfungsleitern sortiert und einem homöopathischen Symptomregister zugeordnet. Alle Symptome, die im Laufe einer oder mehrerer Prüfungen von einer Substanz gesammelt wurden, werden in nach Mittel geordneten Arzneimittellehren (Materiae medicae) und in nach Symptomen geordneten Repertorien zusammengestellt.


(*bisher nimmt man an, und die Erfahrung bestätigt dies, dass die Trägersubstanz Saccharose = Milchzucker nicht arzneilich wirkt)
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