Quellenhomöopathie - Systematische Homöopathie

Jeder von uns Menschen trägt das Wissen um seine ihn heilende Arznei tief in seinem Inneren verborgen mit sich, im Bewusstsein hat er jedoch kaum Kontakt dazu.
Die homöopathische Ärztin Dr. med. Irene Schlingensiepen-Brysch hat sich dieser Erkenntnis als Erste systematisch angenommen und Schritt für Schritt die Quellenhomöopathie entwickelt.
Sie stellt eine Weiterentwicklung der Klassischen Homöopathie dar mit dem Ziel, eine noch verlässlichere Verschreibung zu erreichen. Ziel ist es bei dieser Methode, vor allem die unterbewussten tiefer liegenden Ebenen des Empfindens zu erfassen, welche sich hinter der körperlichen und emotionalen Ebene verbergen. Das Empfinden auf diesen Ebenen wurzelt sehr tief und liegt allem Leiden zugrunde. Dabei wird der Grundsatz der Homöopathie niemals verlassen: Die Ähnlichkeitsregel. Sie ist bei der Quellenverschreibung auf tiefster Ebene verwirklicht.

Die wichtigsten Elemente sind:
  • Das etwas andere Gespräch: Ausgehend von der zentralen körperlichen Beschwerde wird die Anamnese eine Reise in die Gefühls- und Erlebniswelt, ein Verfolgen des eigenen assoziativen roten Fadens, welches irgendwann in eine immer genauere Empfindung mündet, ja gar in eine immer genauere Beschreibung der Arzneiquelle. Vom Homöopathen verlangt dieser Ansatz einen stillen Geist, eine sehr gute Beobachtungsgabe, Offenheit für absurd oder unlogisch anmutende Phänomene, ein hohes Maß an Konzentration und persönlicher Zurückhaltung. Im Verlauf der Anamnese entsteht durch diese beiderseitige Arbeit ein Gesamtbild aus Worten, Gesten und Sinnbildern, welche letztlich die Information liefern, die zur Quelle führt. Mit "Quelle" ist die Substanz gemeint, aus welcher die homöopathische Arznei hergestellt ist. Und gleichzeitig bedeutet "Quelle" hier auch sowohl Ursprung unseres Leidens wie auch Potential für unsere Schaffenskraft. Mit der Verschreibung der Quellensubstanz kann das krankmachende Potential der Quelle, quasi ihre Schattenseite, in ihre Lichtseite umgewandelt werden.
  • Eine zunehmende Spezifität= Genauigkeit: Jede Anamnese ist einzigartig, jeder Weg zur Quelle ist anders. Oft gelingt eine verlässliche Verschreibung mit Hilfe einer systematischen Analyse. Von Hahnemann bis heute ist die Homöopathie eine systematische Heilmethode - nur das System ist immer verfeinerter geworden. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Themen der verschiedenen Naturreiche – Mineralien, Tiere und Pflanzen – untersucht und beschrieben. Es gelang, Gemeinsamkeiten und Unterschiede basierend auf dem homöopathischen Erfahrungswissen – Materia Medica, Arzneimittelprüfungen und klinische Erfahrung – herauszuarbeiten. Diese Ausarbeitung wurde ausgeweitet auf die systematische Differenzierung innerhalb der unterschiedlichen Naturreiche: Mittlerweile kennen wir die Themen von 32 Pflanzenfamilien z.B., Solanaceae, Cactaceae etc. die Themen unterschiedlicher Tiergruppen, z. B. der Säugetiere, der Reptilien, der Insekten, der Vögel etc. die Themen der Mineralien, z.B. der Reihen des Periodensystem, der Spalten, der Säuren, etc sowie die Themen der Nosoden, der Imponderabilia, der Sarkoden…Nach der Anamnese wird getreu dem homöopathischen Prinzip der Ähnlichkeit die Arznei gesucht, deren zentrale Empfindung sich zur zentralen Empfindung des Patienten am ähnlichsten verhält. Das geht in vielen Fällen gut, diese Methode hat viele wunderbare Verschreibungen hervorgebracht. Jedoch ist diese Art der Verschreibung stark von der analytischen Fähigkeit des Therapeuten abhängig, sie ist mitunter sehr sensibel, aber immer noch recht unspezifisch: Wir kennen zwar mehrere Tausend Arzneien, aber das Universum gibt uns unvorstellbar viele Heilmittel vor. Alles, was existiert, kann ein Heilmittel sein! Wer, wenn nicht der kranke Mensch selber, kann sich anmaßen, genau die richtige Arznei zu kennen? Mit der Erfahrung, dass die Heilungsinformation im Kranken selbst liegt und damit noch viel genauer darstellbar ist, hat die Quellenhomöopathie das Potential, noch mehr Menschen ihr Heilmittel finden zu lassen.
"Der Patient erforscht und entdeckt in der quellenorientierten Anamnese sein eigenes Heilmittelbild, wobei es die Aufgabe des Behandlers ist, ihm den Zugang zu seinem inneren, zunächst verborgenen Wissen, zu ebnen." (Irene Schlingensiepen-Brysch)
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